Tijana Titin

Berlin

Tijana Titin

Der Fokus meiner Arbeit liegt auf dem menschlichen Wesen, seiner Stellung in der heutigen Welt, wie auch auf zwischenmenschlichen Beziehungen. Ich beobachte sie von verschiedenen Perspektiven und setze mir meine eigene, differenzierte Version zusammen. Ähnlich wie Francis Bacon, der sagte: "Ich möchte, dass meine Bilder aussehen, als ob ich ein menschliches Wesen wie eine Schnecke zwischen ihnen hindurchgeschoben und dabei eine Spur von menschlicher Gegenwart... zurückgelassen hätte, wie eben auch eine Schnecke ihre Schleimspuren hinterlässt. " Genau so erprobe ich, in meinen Arbeiten die menschliche Gegenwart zu erfassen. Aus dem Grund versuche ich, meine Erfahrungen im Leben so wahrheitsgetreu, wie ich kann, zu malen, was mich zu einer wichtigen Erkenntnis brachte: je treuer ich mir selbst gegenüber bleibe, desto näher komme ich an andere.

Ich möchte den Menschen einen Grund dafür geben, um stehen zu bleiben, zu reflektieren, und einen tiefen Blick in sich selbst zu werfen. Dort verweilen unsere Gefühle und das, was uns an andere bindet. Dort sind wir am verwundbarsten und  uns gegenseitig am nahesten.  Die Beschäftigung mit inneren Welten interessiert mich - eine Vergegenwärtigung des Unsichtbaren.

In all meinen Werken nutze ich beides, sowohl Figuration als auch Abstraktion. Mein Ziel ist es, dem Betrachter Richtungen vorzuschlagen, ohne einen Endpunkt zu enthüllen oder zu viel zu veranschaulichen. Die Körper erscheinen oft aus und verschwinden wieder in einem abstrakten Raum,  wodurch das Gefühl einer konstanten Bewegung innerhalb des Gemäldes hervortritt.

Allerdings sehe ich diesen Raum nicht als einen klassischen Hintergrund, sondern für mich repräsentiert er das Innere der Gemälde. Die Räume und die Körper in dein meisten meiner Arbeiten sind eins.